Die Verwandlung
Metamorphosis -変身-


Video installation art
At BERLIN WEEKLY GALLERY Linienstr. 160, 1-115 Berlin
period : 12.Jan.2017 - 12.Feb.2017



English and German sentence is below.

展覧会のタイトルとなっている Die Verwandlung は日本語に訳すと変身という意味になります。
この作品はフランツ・カフカの有名な変身という作品からインスピレーションを得て制作したもので、過去にも尾道のあなごのねどこにて同じテーマとインスピレーションから作成した Look at a ceiling という巨大なムカデが天井を這う作品を展示しましたが、一昨年の3月からベルリン滞在を始めて北ヨーロッパの暗鬱な冬を経験し、またカフカについても調べ直して有名な変身という小説が実は単に暗い悲劇や心境を表現したものでなく日本人には理解しがたいユーモアが織り交ぜられたものだと知り、基本的な表現手法や作品の土台となっているものは同じながらも、コンセプトを再び練り直して今回再び展示する運びとなりました。
BERLIN WEEKLY というギャラリーは、ギャラリー密集地のミッテ地区の一角にある小さなギャラリーで、観覧者はギャラリーの中に入ることができず、道に面した大きなガラス戸越しに、月毎に入れ替わりながら小部屋に展開される様々な作家のインスタレーションを観るというユニークなギャラリーです。
今回はプロジェクターを使って映像を投影する作品であることと作品のコンセプト上の理由から日照時間の少ない冬に敢えて展示しております。


”Die Verwandlung" is Akihiro Yamamoto Installation Exhibition at BERLIN WEEKLY Gallery.
This Installation work is inspired by Franz Kafka's novel of the same name.
It is the first solo exhibition of the Japanese artist Akihiro Yamamoto in Berlin.
The spider that inhabits the space is projected to appear in human size.
There is no need to be afraid of it though, it is harmless, just like Samsa, the main character of Kafka’s “Die Verwandlung”. Like us, it is waiting for spring to come.



Akihiro Yamamoto. Die Verwandlung
Ursula Ströbele

Für den Ausstellungsraum Berlin Weekly plant Akihiro Yamamoto eine neue, ortsspezifisch entwickelte Arbeit mit dem Titel Die Verwandlung. Titel und Konzeption basieren auf der berühmten Erzählung von Franz Kafka (1915). Der Protagonist der Geschichte ist Gregor Samsa, der eines Morgens plötzlich „zu einem ungeheueren Ungeziefer verwandelt“ als Käfer aufwacht. Nur langsam begreift er die Endgültigkeit dieser unfreiwilligen Metamorphose und adaptiert zunehmend seine neue Identität, bis er vor lauter Trauer über das verständnis- und lieblose Verhalten seiner Familie in sozialer Isolation stirbt. Das Andersartige, Unbekannte, Fremde wird überhört und übersehen, ausgeschlossen und beseitigt.
Die enigmatische Geschichte ist viel diskutiert worden und gehört heute zu den Klassikern unseres Literaturkanons – im Unterschied zu dem aus Japan stammenden, erst seit kurzem in Berlin lebenden Künstler. Yamamoto findet für die ihn faszinierende Erzählung seine eigene bildliche Interpretation, deren Reminiszenz der bewusst deutsch gewählte Titel zusätzlich unterstreicht.
Im Zentrum der Arbeit steht die Projektion einer Spinne, deren überlebensgroßer Schatten auf der Fensterscheibe des Ausstellungsraums über die Bildfläche krabbelt. Von hinten spotlight-artig angestrahlt, sind Körper und Beine des allseits bekannten, meist unerwünschten Hausbewohners deutlich zu erkennen. Der bis ins Unheimliche vergrößerte Gliederfüßer scheint ein Eigenleben zu führen, und den Ausstellungsraum zu okkupieren. In einem Film wiederholt sich täglich die Szene und weckt Assoziationen an geisterhafte Schattenspiele. Der Besucher sehe sich mit einem verfremdeten, in seiner Silhouette jedoch vertrauten Tier konfrontiert, so Yamamoto. Manifestiert sich die Metamorphose hier gar in einer anderen Gestalt? An Kafkas Novelle interessiere ihn besonders die Ambivalenz zwischen der melancholischen Grundstimmung, der Schicksalsergebenheit und der versteckten Komik durch die unangemessene Reaktion des noch als Tuchhändler und Geschäftsmann denkenden Käfers.
Die räumlichen Gegebenheiten von Berlin Weekly bieten sich optimal für eine Realisierung dieses Werks an, das auf eine Hauptseite hin angelegt ist und den filmischen Apparat vor den Augen des Betrachters verbirgt. Bereits in früheren Arbeiten verwendete Yamamoto Projektionen, darunter in einer früheren Lesweise der kafkaesken Novelle das Schattenbild eines Tausendfüßlers 2013 bei 天井をご覧ください (Look at a ceiling) in Onomichi bei Hiroshima. Unterstützt durch das Geräusch flink krabbelnder Beine war das bei vielen Menschen Unwohlsein auslösende Getier hier oberhalb der Köpfe der Rezipienten zu sehen. Charakteristisch für seine Arbeiten sind verlassene Orte, ruinenhafte Häuser, die er auf der Suche nach Spuren früherer Existenzen teils in Form von mumifizierten Katzen und Mäusen und einer Atmosphäre räumlich präsenter Melancholie entweder renoviert, dabei zu neuem Leben erweckt oder aber dekonstruiert und entfernt. Dieses Interesse formuliert er auch in kollektiven Aktionen, wie kürzlich in einem Workshop Abbauen und Abwanderungswerkstatt – Aus Alt mach Neu im Japanischen Haus e.V. in Leipzig, währenddessen Teilnehmer vorhandene, vertraute Gegenstände zerlegten und aus den Einzelteilen neue Objekte schufen.


























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